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Monat: Januar 2017

Auf zu den „Masurischen – Seenplatten“

Tagwache… 08:00h….. gut ausgeruht und wieder voller Elan und Tatendrang…. 😉

Na, erstmal an die „Futtertheke“…., damit mein  -Bauchilein-  wieder mal etwas zu tun hat….  🙂

Nach einem gemütlichen Frühstück, bei dezentem, alten Jazz im Hintergrund und mit vollem Magen, gings wieder auf mein Zimmer zurück… packen und danach war aufladen angesagt.
Die gewaschene Kleidung war zwar noch nicht ganz trocken… doch es half nichts…. es musste trotzdem gepackt werden.

10:00h, alles war wieder fein säuberlich geordnet, verpackt und mein Bike startklar beladen, die Zeche gezahlt…. und endlich konnte wieder ein (ganzer) Fahrtag in Angriff genommen werden.

 

 

Bei strahlendem, warmen Sonnenschein konnte ich die interessante Hotel – Zufahrtsstrasse zurückfahren… meine Staubfahne welche ich hinter mir her zog war sicherlich noch eine zeitlang sichtbar…. 😉 …….. uuuuaaaahhhhh….. das war soooo ge.. !    🙂

 

 

 

Mein Weg führte mich heute nun in Richtung der Masurischen Seenplatten, welche ganz im östlichen Teil von Polen liegt… schon sehr nah an der Ostsee und der Russischen & Litauischen Grenzen.
Doch bis es soweit ist, sind noch einige Kilometer von „Zentral Polen“ aus, zu bewältigen. Erster Anhaltspunkt war P- Gnesen, danach weiter nach P- Bydgoszcz, P- ToruńP- Brodnica, P- Ciche, an P- Nowe Miasto Lubawskie vorbei, (in den südwestlichen Teil der Masuren) via P- Osterode, P- Łukta bis schlussendlich nach P- Olsztyn.

 

Von Umix – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1217890

 

 

 

Im Grunde genommen sind die polnischen Strassen eigentlich gar nicht schlecht, aber ich denke, am heutigen Tag hab ich vermutlich die „ruppigsten“ (Teer-) Strassen erwischt. Ein Grossteil der Gesamtstrecke war z.T. mit tiefen (LKW-) Fahrrinnen durchfurcht… nach einigen Kilometern „Angewöhnungsphase“ machte sogar das hin und her hüpfen in diesen Fahrrinnen (irgendwie) spass, obschon meine Fuhre einige Male ziemlich (bedenklich) „schlingerte“.

 

Durch diese herrlichen Landschaften zu „gondeln“ war wirklich beeindruckend, laufend sah ich (abwechselnd) tiefblaue, herrliche Seenlandschaften, dann wieder dunkelgrüne -teilweise schon fast mystische- Wälder, dann wieder kleine Bäche und Flüsschen…. -es war einfach traumhaft-   🙂

 

 

Fortsetzung

„Wilder Osten“… ich komme…, Teil 3

Endlich um 16:30h war mein Bike fertig….. frisch und geländetauglich besohlt, bei km-Stand : 42850….
Die Nebelleuchte war auch wieder heile, somit war nun nur noch die (doch relative moderate) Rechnung zu begleichen und danach wieder alles auf zu laden, um weiter zu fahren.

 

Gut, am heutigen Tag werde ich sicherlich nicht mehr sehr weit fahren können, deshalb beschloss ich das Verkaufspersonal zu fragen, wo denn eine ordentliche und kostengünstige Unterkunft zu finden wäre.
Umgehend wurden mir sofort 3 verschiedene Möglichkeiten unterbreitet, sogar mit Anfahrtsplan und Zimmerpreisen.
Ich entschied mich dann für das kleine „Sporthotel Kaskada“, welches idyllisch im Wald und an einem See und einwenig abseits vom Städtetrubel gelegen ist.

 

 

Obschon der (ganz kleine, unscheinbare) Einbieger zum Hotel gar nicht so einfach zu finden war, hat es sich diese Suche gelohnt….. denn nur schon die „Einbahn – Zufahrtstrasse“ allein, war bereits ein kleines Abenteuer für sich.
Die tiefen Schlag – Löcher wurden nämlich nur hie und da mal abgelöst durch einige Teerflecken/Betonplatten/Steine/Sand/Lehm und Schotterbereiche… doch die neuen Pneu’s gruben sich anstandslos durch alles, mit der ganzen Fuhre, durch.

Angekommen beim Hotel wurde ich gleich, vom Personal, auf einen „Parkplatz“eingewiesen….

und somit konnte ich mein Bike praktisch vor der Haustür abstellen.

Kurz zur Reception anmelden… und schon hatte ich meinen Zimmerschlüssel…. mit Blick auf mein Motorrad.
Sogar ein Stromkabel wurde mir (leihweise) organisiert, nun konnte ich endlich meinen Lap wieder mal aufladen und auch alle Fotos/Filme, etc. übertragen.

Nach dem abladen und einrichten im Zimmer freute ich mich, wieder mal auf eine (heisse) Dusche und eine Rasur… es war einfach „göttlich“…..   😉

Ebenfalls konnte ich hier nun auch meine angefallene „Dreck-“ Wäsche mal (heiss) auswaschen und danach waren die restlichen Arbeiten dran (Fotos & Filme „vor“ sortieren, sowie Tagebuch nachführen, etc.).

Um ca. 00:00h machte ich dann auch Feierabend und rollte mich in die kuschelige Decke ein….., denn nur so konnte ich der Blutsauger – Invasion wenigstens ein bisschen entrinnen.
Auch hier sind die Mücken überall herumgeschwirrt und sie waren wirklich ziemlich „hungrig“….

 

Fortsetzung

05.09.2016_ „wilder“ Osten… ich komme…, TEIL 2

Jetzt war es soweit, ich verlasse deutschsprachiges Gebiet und komme in eine (für mich) „andere Welt“.
Der erste „Schritt“ war bald gemacht… die Wegweiser sind zwar leserlich, aber aufgrund der fehlenden polnischen Landkarte konnte ich die Richtungen noch nicht wirklich bestimmen… egal… ich werde meinen Weg schon noch finden.   😉
An der ersten grösseren Abzweigung bog ich ab, denn ich kannte ja so ungefähr die grobe Richtung. Die Strasse war gut, geteert… in gutem Zustand…. Dorfeinfahrt… der Belag wechselt zu Kopfsteinpflaster…. dieses zog sich durch den ganzen Ort, wird aber gegen den Dorfausgang löcheriger… bald schon befinde ich mich nur noch auf Schotter. Je weiter ich aus dem Dorf komme je schneller ändert sich die Strasse und der Fahrbahnbelag… bald schon befand ich mich auf einer Holperpiste welche mit grösseren und kleineren Teerflecken, Löcher und Steinen übersät war… Mehrheitlich bestand der Belag aber aus einer Mischung von Lehm und Sand und Kies und war vieles doch nicht mehr wirklich „fest“.
Vollbepackt, mit abgefahrenen Reifen waren diese ersten Kilometer nicht gerade entspannend, doch mit gebotener Vorsicht entsprechender und angepasster Geschwindigkeit gewöhnte ich mich so langsam daran und wurde Meter für Meter etwas lockerer somit konnte ich immer mehr die wunderschönen Feld-, Wiesen- und Waldlandschaften betrachten und  geniessen.
Trotz allem, ich kam relativ flott voran, bald schon kam ich in eine grössere Ortschaft, P- Zielona Góra, wo ich endlich mal tanken musste, denn die Anzeige leuchtete schon auf. Nachdem ich eine kleine Tankstelle gefunden hatte fing der Tankwart umgehend mit dem tanken an und plötzlich schoss mir durch den Kopf; dass ich ja nur noch 10-15€ in der Tasche und es versäumt hab etwas Bargeld zu wechseln/holen. Sofort liess ich ihn stoppen…. versuchte ihm klar zu machen, dass ich zuerst Geld holen müsse, prüfend schaute er mich an…, dann grinste er und erklärte mir den Weg zum nächsten Bancomaten. Glücklicherweise wollte er nicht einmal eine Sicherheit, ich gab ihm meine letzten Euros welche ich noch in der Tasche hatte (welche aber bei weitem nicht ausreichend waren) und fuhr weiter bis ich eine Bank sah. Gut…. sie hat auch offen… sofort mein Bike abgestellt und rein in die Bank. Einen Bancomaten habe ich nicht gefunden, somit musste ich an den Schalter. Trotz meinem nicht vorhandenen Polnisch, bekam ich zu guter Letzt noch Geld. Mit meinem spärlichen Englisch, zusammen mit „händisch & füssisch“, etc. bekam ich dann doch gleich polnische Zloty…
Nachdem diese Hürde nun genommen war ging es sogleich zurück zu Tankstelle…, gelassen kam der Tankwart mit einem Lächeln wieder und tankte mir (mit etwas fragendem Blick) nun voll.
Gut, ich konnte nun ja auch alles bezahlen und zwar in Zloty (er gab mir die Euros wieder zurück), ein Landkarte kaufte ich gleich mit ein und jetzt konnte es ja wieder weiter gehen.
Mein weiterer Weg führte mich durch herrliche Landschaften (und gute) Strassen über P- Wolsztyn nach P- Nowy Tomyśl, es war sehr angenehm, irgendwann gegen Abend meldete sich wieder mal mein Magen, irgendwo an einer grossen Tankstelle/Raststätte hielt ich an. Nach einem Toilettenbesuch, einem grossen Hot Dog und ausreichend Flüssigkeit fühlte ich mich schon um einiges besser… so langsam musste ich mich aber um eine Übernachtungsmöglichkeit bekümmern. Bei diesem tollen Wetter war zelten angesagt, also Augen auf nach geeigneten Möglichkeiten.
Allgemein Richtung P- Posen (Poznan) eingeschlagen fuhr ich noch weiter bis zu der ganz kleinen Ortschaft P- Czyściec. Hinter der Ortschaft sah ich Felder und ein schönes Waldstück, dort wollte ich nun hin, denn so langsam geht der Tag zur Neige. Durch die Ortschaft durchgefahren war ich schnell, waren ja nur etwa 10 Häuser… plötzlich war die Strasse zu Ende…. es ging nur noch ein mehr schlechter als rechter „Feld- und Bauernweg“ weiter, etwas zwischen Lehm und Sand…… und feucht/nass…, eine grosse Herausforderung für meine betagten Reifen.
Das Ziel (ein kleines Wäldchen) einige hundert Meter vor mir ins Auge gefasst, ging es los, rauf auf diesen Feldweg… die Reifentraktion war nicht mehr gerade überwältigend…. der feuchte und ausgefahrene Weg mit massenhaft Schlaglöcher machte das Ganze nicht gerade einfacher, jedoch Meter um Meter kämpfte ich meine Fuhre vorwärts…. bis… mein Vorderrad die Böschung ganz leicht streifte, mein Hinterrad durchdrehte und dann mein Vorderrad komplett wegrutschte… *bum… und um*

Kuh müde, Kuh hat sich hingelegt.

Nach dem „eleganten“ Abflug über den Lenker stellte ich schnell fest, dass es mir nichts gemacht hat, am Bike ist auch nichts (wesentliches) zu Schaden gekommen, ausser (wieder einmal) die rechte Nebelleuchte, doch dieser „Plastikschrott“ wurde vermutlich gewollt so konstruiert, damit immer wieder mal etwas verkauft werden kann….. L

Tja, das Bike lag nun gänzlich auf der Seite… und so konnte ich es (allein) nicht einfach aufstellen. Ich entschloss mich dazu, es gleich abzuladen (liegend) und da keine Flüssigkeiten tropften, etc. hatte ich ja auch genügend Zeit. Schnell war abgeladen und das Material an den einladenden Lagerplatz gebracht und nun kam das aufstellen… kurz zurück erinnert an das was ich mal in einem Kurs gelernt hatte, den Seitenständer auch bereits ausgeklappt… ging es doch noch relativ gut mit aufstellen.

 

 

Gut, alles geschafft… mein Bike steht wieder, keine weiteren Schäden, das Bike hinter die Büsche „versteckt“, Zelt steht… und ist eingerichtet, von (gefühlten Millionen) Mücken angefallen und ein geschütztes kleines Feuer gemacht, somit habe ich den ersten „Polen – Tag“ gut aber hundemüde überstanden. Das leise Knistern des Feuers, die Kühle, die Ruhe und die Dunkelheit trugen einiges dazu bei, dass ich schon ziemlich bald in den Schlafsack kroch.


Mit den ersten Sonnenstrahlen erwachte auch ich wieder… die Glut war noch warm und mit ein paar kleinen Zweigen brannte das Feuer gleich wieder lichterloh, es war auch nötig, denn diese polnischen Mücken waren ziemlich aggressiv und der Rauch des Feuers hielt sie ein wenig auf Abstand.
Da ich am Vortag vergessen hatte mir Wasser zu organisieren, fiel der Morgen – Kaffee aus, wenigstens hatte ich noch ein kleiner Rest von Cola, dies musste nun einfach reichen bis ich an einen vernünftigen Kaffee komme. Zügig baute ich mein Lager ab, verpackte alles wieder fein säuberlich, brachte es wieder zum Bike und lud gleich wieder auf.
Nachdem nun alles wieder verladen, der Lagerplatz wieder aufgeräumt und sauber und das Feuer gut gelöscht war, ging es zuerst zum Reifenwechsel – Termin nach P- Posen. Langsam und ganz vorsichtig kämpfte ich mich und meine Fuhre vorerst wieder zurück zur Teerstrasse… geschafft…. ohne irgendwelchen Zwischenfall.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weit war es nicht bis nach P- Posen…, aber die Adresssuche erwies sich als etwas schwieriger wie erwartet…
Man steht in einer grossen Stadt, ohne irgendwelche Ahnung in welcher Ecke man sich befindet, sucht eine Adresse, ohne Sprachkenntnisse und das Ganze wieder mal…. „ohne Navi“….. suuuper !
Tja…, gut gibt’s Smartphones… kurz nachgeschaut… OHHHH WUNDER… da hat es sogar ein Navi drin… einfach, sehr klein…, aber funktioniert einigermassen.

Nach einigen kurzen Stopps um nachzuschauen, bin ich nach gut einer Stunde, endlich beim entsprechenden Händler vorgefahren.

 

Es war bereits schon um 11h… und wurde bereits schon freudig erwartet. Sofort wurde ich von einem ganz netten Verkäufer herein gebeten und gleich bekam ich einen Kaffee……, während ich den Kaffee genoss war der Verkäufer schon alles am organisieren.

Er sagte es dauert bis um ca. 14:00h, bis mein Bike dran komme, denn es war noch ein „Notfall“ herein gekommen, aber der Mechaniker mache sich so schnell wie möglich an meine Reifen.

Nun ja, wenigstens hatte ich WiFi und Strom, somit konnte ich meine „tote“ Zeit doch auch mit etwas sinnvollem, wie Facebook, Mails, etc. und mit Tagebuch schreiben nutzen.

 

 

Fortsetzung