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Monat: Februar 2017

Hohe Tatra: Zu Bären, Wölfen und anderem Getier sowie ganz wilder Natur

Firlej… morgens um 06:00h… die aufgehende Sonne hat mich geweckt, der Morgendunst stand über den Dächern von Firlej und tauchte die ganze Umgebung in ein fast mystisches Licht.

 

Im ganzen Haus war alles noch totenstill…. nur auf dem Schornstein des Nebenhauses (ca. 20m entfernt) nistet „singend“ ein Amselpaar, sowie das verschiedene Vogelgezwitscher… und noch einige letzte Kauz- oder Uhu-Rufe drangen durch die morgentliche Stille.

 

Um nicht das ganze Haus zu wecken, bereitete ich vorerst mal meine heutige Tour vor…… mit Karte, Stift  und Papier bewaffnet sass ich auf dem Balkon am planen, denn das heutige Ziel sollte die „Hohe Tatra“ sein, welche der höchste Teil des Karpaten – Gebirgszuges ist.

Nachdem ich meine Route einigermassen zusammen hatte, begann ich alles wieder, sauber und gut, zu packen.
Da ich meinen „Übernachtungs – Obulus“ nicht schon am Vortag begleichen konnte und auch jetzt niemand da bzw. wach war, hinterlegte ich 50 PLN auf einem kleinen Tisch im Zimmer.

Mein Zeug war relativ schnell wieder aufgeladen und verzurrt und endlich…. um kurz vor 09:00h konnte ich meinen heutigen Weg wieder in Angriff nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

Möglichst leise wühlte ich mich durch den weichen/sandigen Hinterhof zu Strasse mit dem ersten Ziel, möglichst bald einen heissen, starken Kaffee zu bekommen.

Kurze Zeit später sass ich am ersten Kaffee… und während des Kaffeestops hab ich dann wieder mal mein „Tagebuch“ etwas nachgeführt, denn auch ich kann nicht alle Eindrücke (und es sind enorm viele) problemlos im Kopf behalten.

Nach der 2. Tasse Kaffee….. konnte es dann weitergehen… vorerst bleib ich erstmal etwas auf den „Hauptachsen“ (Nr. 19).

 

An P- Lubartów und der grossen Stadt P- Lublin vorbei… hatte ich die Nase bereits wieder voll von -Stadtverkehr- und stark befahrenen Hauptachsen, somit wechselte ich wieder auf eine Nebenstrasse welche in Richtung P- Biłgoraj führte.

Bild : Józef Babij

 

Mittlerweile war ich schon auf Höhe der Ukraine……, jene Grenze lag immer in etwa 30km, -linksseitig- meiner Fahrrichtung und dem slowakische Grenzgebiet fuhr ich  -Kilometer um Kilometer-  entgegen.

 

Die abwechslungsreichen Landschaften (Wiesen/Felder/Wald/Flüsschen und dgl.)… liessen mich immer wieder staunen…. alles war relativ gut gepflegt und die weiten und grossen Wies- und Ackerflächen waren ebenfalls gut bestellt. Diese Gebiete hinterliessen (bei mir) schon mächtig Eindruck. Immer wieder versuchte ich mir, diese Anblicke, in den unterschiedlichen Jahreszeiten vorzustellen… muss sicher auch wahnsinnig schön sein.

 

An P- Księżpol vorbei… über P- Tarnogród, P- Sieniawa, am Flüsschen „San“ entlang bis nach P- Jarosław, war eine Ecke schöner wie die andere.   😉
Über P- Radymno und die „77“ gings weiter nach P- Przemyśl bis ich auf die „28“ einbiegen konnte welche nach P- Sanok führte.

Kurz vor dieser Ortschaft machte ich nochmals einen Tank- und Kaffeehalt und füllte auch gleich meinen Wasser- und Futtervorrat wieder auf. Der freundliche Tankwart sprach gut Deutsch und gleich wollte er wissen; Woher ich komme, Wo ich überall war und Wohin meine weitere Reise gehen soll. Er, ein ebenfalls begeisterter Motorradfahrer, hing mir während des erzählens buchstäblich an den Lippen, „Cola“ floss in strömen und ich durfte diese schlussendlich noch nicht einmal bezahlen.   🙂

Auf mein Nachfragen hin wie es denn hier sei mit „wild“ campieren… entgegnete er mir mit einem süffisannten Lächeln : „Du kannst hier eigentlich überall campen… sofern du keine Angst vor wilden Tieren, etc. hast….., denn hier, eingangs der National-Parks und der Hohen Tatra, hat es sehr viele Wölfe, Bären, Vielfrasse und dgl. ! Jedoch, solange man sich ruhig verhält, tun einem diese Tiere nichts !“  Gut bin ich  -die Ruhe in Person- …..   😉
Ok, mein Adrenalinpegel stieg zwar kurz (ganz leicht) etwas an, doch es gibt ja 2 Sachen in meinem Leben die ich bis anhin noch nicht gehabt habe……. -Angst & Geld- ……..   😉

Nachdem ich Ihm das entgegnete schaute er mich schon etwas verdutzt an und meinte nur : „Du hast ja anscheinend Nerven wie Drahtseile !“
Na ja, so leicht wirft man einen *Trapper – Dudu* doch nicht aus der Fassung !   🙂

 

Da ich zwischenzeitlich auch alles wieder beisammen und verstaut hatte und es doch schon fast wieder 16:00h war musste ich mich so langsam beeilen damit ich noch einen guten und +/- sicheren Lagerplatz finden konnte, denn wie schon mehrmals erwähnt….. hier wird es in den Wäldern schnell stockdunkel.

Wieder einige Kilometer später, ich war schon wieder durch viele kleine, malerische Dörfer gefahren wurde die Zeit so langsam „eng“, deshalb bog ich auf eine Bergstrasse ab und fuhr ich ein paar Km bergauf…. in Richtung eines Waldrandes, bald schon änderte sich der Fahrbahnbelag von schlechtem Teer zu grobem Schotter.

 

Der Waldrand kam näher und näher…. bis nahe an den Wald reichte die Schotterstrasse, danach war es nur noch Lehm/Erde und Waldboden.
Eine kleine Lücke zwischen Bäumen und Büschen zeugte von einem möglichen Durchgang…. also Bike kurz abgestellt….. um (zu Fuss) zu rekognoszieren. Optimal…., denn gleich nach dem sehr dichten Waldrandgehölze eröffnete sich ein wunderschöner Wald…, schnell hab ich eine geeigneten Stell- und Lagerplatz gefunden.


Nun, kurz den Lagerplatz etwas vorbereitet und gesäubert…. dann mein Bike durch die Lücke zum Lagerplatz „gezirkelt“ und schon konnte ich mich für die Nacht einrichten.

 

Da es ja trocken blieb und anbetracht dessen wo ich mich nun befand, verzichtete ich (sicherheitshalber) auf das Aussenzelt -für einen besseren Sichtbereich-. Nachdem ich dann auch die Feuergrube fertig gegraben und Holz gesammelt hatte war ich bereit für diese Nacht in der Hohen Tatra.

Ich habe versucht alle Möglichen und natürlichen Schutzbereiche auszunutzen, hinter und links vom Zelt standen grosse-starke Bäume und dichtes Buschwerk leicht links versetzt vom Zelteingang war meine (breite-längsgezogene) Feuergrube und rechts davon habe ich mein Motorrad (sicher und standfest) positioniert. Mehr an Schutzmassnahmen konnte man, anbetracht der Situation, nicht mehr nutzen.
Gut, nun noch kurz etwas kleines kochen….., denn es ist bereits schon wieder kurz vor 19:00h…, am langsam eindunkeln und mein Magen knurrt auch schon eine zeitlang. Nach dem Essen, wiederum alles sauber machen und sämtliche Esswaren gut verräumen. Nun noch einen guten Kaffee und meine Tabakpfeife zum Tagesausklang… ohhh war das schön… irgendwo in der nähe hörte ich einen Specht (der hatte vermutlich Nachtschicht)…. einen Uhu oder Kauz…., im umliegenden Dickicht/Laub raschelte es immer wieder und laufend waren Fledermausschatten im fahlen Lichtschein des Feuers auszumachen. Gegen 22:00h war ich dann bereit für die „Nachtruhe“, alles war aufgeräumt/gesäubert und weggeräumt und in meiner Feuergrube glimmten 5 ziemlich dicke  Eichenäste vor sich hin…
Es war Zeit für mich schlafen zu gehen… diese Nacht werde ich (ausnahmsweise) in Schuhen und Hosen schlafen… mein „Bärentöter“ (-Messer) hatte ich auch griffbereit.

 

 

 

Trotz der nächtlichen (ungewohnten) Waldgeräuschen, bin ich schnell eingeschlafen.

 

Fortsetzung

 

 

Die Masuren: Seen, Wälder, traumhafte Natur, Grenznah

Morgens um 05:30h erwachte ich gut ausgeruht. Die ersten Sonnenstrahlen bahnten sich bereits den Weg durch das dichte Blattwerk der Baumkronen. Die Geräuschkulisse war einfach herrlich…. obschon es noch ziemlich kühl war, hielt dies die Vögel nicht davon ab von ihrem „morgentlichem gezwitscher“ alles was ich heraus hören konnte waren Amseln und irgendwo in der Nähe musste sich wohl auch ein (richtiger, echter) Kuckuck aufhalten.    🙂

Meine „moosige“ Schlafunterlage hat sich wirklich super bewährt… eigentlich war es mir ganz und gar nicht drum, mich von dieser mollig-weichen Schlafstätte zu erheben, doch die Natur fordert ihren Tribut.

Nun gut… da ich demzufolge nun wieder auf den Beinen war, habe ich gleich das Feuer neu entfacht und mal Kaffee aufgesetzt.

Die Morgenkühle war schnell nicht mehr spürbar, denn an einem kleinen-prasselnden Feuer und mit einer heissen Tasse Kaffee… in den Wald hinein lauschend, lässt sich ein strahlender Tag kaum schöner beginnen !

Eine gute Stunde verbrachte ich einfach nur damit zu lauschen und zu geniessen….
-Wisst Ihr wie herrlich es tönt, wenn ein feiner Wind, zart und leise, durch das Blattwerk rauscht ? Wie herrlich es klingt wenn ein (echter) Kuckuck ruft, wenn man das singen und gezwitscher der verschiedenen Vögel oder das knistern und prasseln eines kleinen Feuers hört ? Oder wie frischer Kaffee riecht, in der kühlen Waldluft ?-

 

Nun ja, so „verzaubernd“ dies alles auch ist, mittlerweile war die Morgenkühle von den wärmenden Sonnenstrahlen verdrängt worden, mein Feuer war fast abgebrannt, der Kaffee war leer getrunken, nun heisst es wieder; Alles zusammen packen, Bike beladen und dann, zu guter letzt, wieder aus dem Wald hinausfahren….

 

Entspannt hab ich alles -in aller Ruhe- wieder verpackt und eingeräumt, zwischenzeitlich waren sogar auch die feuchten Kleidungsstücke welche über Nacht hingen, sowie das Zelt wieder trocken und konnten nun auch richtig verpackt werden.
Zu Fuss habe ich dann einiges vom „schweren“ Gepäck an den nahegelegenen Waldrand gebracht, um es dort wieder auf mein Bike zu laden, denn es ist bestimmt etwas einfacher, nicht voll beladen, durch das Dickicht zu manövrieren und etwas Bewegung schadet sicher auch nicht.   😉

 

Nachdem ich alles erledigt, den Lagerplatz wieder sauber hergerichtet, die Feuergrube gelöscht und zugeschüttet hatte, konnte ich mit gutem Gewissen weiterfahren. Jedoch muss ich vorerst, einmal (unbeschadet) an den Waldrand kommen.

Der noch neue Reifen musste abermals beweisen was er kann… über feuchtes Gras/Äste/an Bäumen und Büschen vorbei schlängeln, ist… (wenn ein Wald nicht „aufgeräumt“ ist) gar nicht so einfach….. doch alles ging problemlos, der Reifen wühlte sich -sang und klanglos- durch alles hindurch und nun war ich ebenfalls auch wieder „fahrwarm“.   😉

Am Waldrand wurde dann noch das restliche Gepäck aufgeladen und gut verzurrt, somit stand auch diesem herrlichen Tag nichts mehr im Weg.

„ASC“ und „ABS“ ausgeschaltet……… und nun mit Vollpackung über dieser herrliche Schotterstrasse, immer in leichtem (herausgefordertem) Drift, zurück bis zur Teerstrasse……, welch ein Spass und Genuss…..   🙂

 

Nun führte mich der Weg, östlich, weiter nach P- Mrągowo, P- Mikołajki, P- Łuknajno, P- Chmielewo,
P- Okartowo an wunderschönen Wasser- & Seelandschaften und dunklen Wälder vorbei…. via P- Orzysz, P- Klusy bis in die wunderschöne Kleinstadt P- Ełk.

Die touristisch gut erschlossene Stadt Ełk, hat einige Bancomaten, denn so langsam brauch ich wieder mal Geld, denn Sprit, Essen und Trinken, etc., sind auch hier nicht gratis.   😉
Obschon ich mir nicht sicher war, ob ich mit meiner „Postomat-Karte“ überhaupt Bargeldbezüge tätigen kann, versuchte ich mein Glück….. OOOOHHHHH WUNDER…… es funktionierte auf Anhieb.

 

 

*Jiiipppiiiieeee* demnach kann es ja mit ruhigem Gewissen weiter gehen.    😉

Nun aber erst mal meinen eigenen „Betriebsstoff – Haushalt“ auffüllen, denn so langsam verspürte ich einen kleinen Bär im Magen….. dieser knurrte und rumorte nämlich schon eine Weile und ganz beträchtlich !
Das etwas verspätete Frühstück mundete….. und der Kalorienhaushalt war danach wieder gut aufgefüllt.

Da ich noch kein landestypisches Netzkabel für meinen Lap und meinen Kamera-Akku hatte (auch kein entsprechender Steckdosen – Adapter) ging ich mal auf die Suche danach. Nachdem ich dann einige Fachgeschäfte abgeklappert hatte, gab ich dies unverichteter Dinge auf… naja…. es wird sich schon noch etwas ergeben.

Also, mein Bike und das Gepäck hatte ich immer im Blickfeld, jedoch ausser dass sich einige Kinder die Fuhre mit grossen Augen angeschaut hatten, wurde kaum Notiz davon genommen.

Zurück bei meinem Bike, habe ich vorab die Karte noch studiert um die weiteren Wegpunkte fest zu legen. Nach kurzer Zeit war alles erledigt…. noch schnell die Verzurrung des Gepäckes überprüft…. und weiter ging es.

 

Der erste Anhaltspunkt war nun P- Sędki, danach abbiegen nach P- Pisanica, weiter durch eine herrliche Waldlandschaft bis nach P- Krzyżewo und dann auf der „Hauptachse, 16“ bis nach P- Augustów.

Diese (grössere) Stadt ist schon sehr nahe an der Russischen – Grenze (Enklave), sowie an der Litauischen- und Weissrussischen Grenze und es wären nur noch ein „Katzensprung“ gewesen, ca. 40 – 80 km…. (zu fast jedem der einzelnen Grenzübergänge)…

  

 

 

 

 

 

Bald habe ich auch diese Stadt hinter mich gebracht und somit ging meine Reise weiter, via P- Lipsk (von da waren es nur noch ca. 15 km bis zur Weissrussischen Grenze) auf weitest gehendst ungeteerten und unbefestigten Neben – Strassen, über P- Dąbrowa Białostocka, P- Sokółka, via P- Słójka bis kurz vor P- Krynki  -eine Kleinstadt welche unmittelbar an der Weissrussischen Grenze liegt-  wo ich dann wieder in westlicher Richtung abbog, auf die 676, die mich nun direkt, durch sehr grosse/traumhafte und wunderschöne/wilde Waldlandschaften bis nach P- Białystok führte.

 

Dankend von *Dawid Gromadzki* zur Verfügung gestellt

 

 

 

Gut hatte ich meinen „3ltr. – Camelback“ und auch immer etwas zum futtern dabei….., denn jeder Wassertropfen und jede Kalorie wurden auf diesem „Abenteuerweg“ restlos aufgebraucht, ich kam kaum mehr nach um genügend Wasser zu trinken, da ich durch die Anstrengung dermassen Flüssigkeit verlor.

Eingangs P- Białystok, an einer Tankstelle, musste ich dann erstmal mein Shirt wechseln (es war tropfnass)…, sowie meine Wasser- und Futtervorräte wieder auffüllen und tanken.
Der Tankwart, der doch relativ gut Deutsch sprach, war riesig erfreut und interessiert von/an meiner Abenteuerreise und er war „baff“, nachdem er wusste woher ich komme und welche Route(n) mich bis hierher geführt haben und noch weiterführen sollten/werden.
Er spendierte mir vor lauter Freude, kurzerhand, einen Kaffee und gab mir noch einige gute Tipps, für meinen weiteren Reiseverlauf, mit auf den Weg.

Nach dieser ausgedehnteren Ruhepause, waren meine Energiereserven wieder einigermassen auf Stand und nach einer lieben & herzlichen Verabschiedung schwang ich mich wieder auf mein Bike.
Doch da ich nun langsam diesen Fahrtag in allen Knochen spürte, entschied ich, dass die heutige Reise nicht mehr all zu weit gehen sollte. Somit wollte ich diese Stadt rasch möglichst hinter mich bringen… und bald nach einer möglichen Unterkunft suchen.
Über die DK63 bin ich dann ganz gemütlich weiter „gegondelt“…. bin durch viele, kleine und malerische Dörfchen gekommen, am wunderschönen P- Łuków vorbei bis schlussendlich nach P- Firlej.

Hier suchte ich mal nach einer Unterkunft, denn für den heutigen Tag war es endgültig genug, ich brauchte nun (dringend) eine heisse Dusche und Strom für meine Gerätschaften.
Wiedermal an eine Tankstelle, lernte ich einen Einheimischen (Swatlek) kennen, der mir ohne Umschweife, ganz liebenswürdig, weiterhalf…, weil sich diesmal die Sprachbarriere etwas bemerkbar machte unterhielten wir uns auf „händisch und füssisch“… -es war ein riesen Spass-   er machte mir irgendwie klar, dass er jemanden kennt der günstige/saubere Zimmer vermietet und ich sollte mit ihm kommen…. er zeige es mir.

Nun, nachdem ich feststellte, dass er „nur“ zu Fuss unterwegs war, war mir schon etwas „mulmig“ zumute… doch er meinte, ich könne mein Motorrad beruhigt hier stehen lassen (der Tankwart passe darauf auf), denn es sei nicht weit um die mögliche Unterkunft anzuschauen. In voller Montur (ich), gingen wir zusammen los  -etwa 20Min. Fussmarsch-  und er führte mich zuerst an ein (Privat-) Haus, Swatlek sprach einige Worte mit der Besitzerin, welche aber kein richtiges Interesse zu haben schien, somit mussten wir weiter.
Nach einem abermals 10-minütigem Fussmarsch standen wir vor einem weiteren privaten Mehrfamilienhaus.

Wieder sprach er kurz mit der jungen (vermutlichen) Besitzerin und nachdem sie mich zuerst kritisch gemustert hatte zeigte sie mir das Zimmer…. ein privat Zimmer…. mit einem allgemein WC/Bad und kleinem-idyllischem Balkon, sowie einem Parkplatz für mein Bike, in ihrer eigenen (vermutlich persönlichen) Garage.

Ich war mehr als zufrieden und auch der Übernachtungspreis von 40 PLN (anstatt 150-200 PLN), war wirklich seeehr „moderat“… und ich war nur noch heilfroh, endlich duschen und mich vor einem grossen Spiegel wieder mal gründlich rasieren zu können… in einem Bett zu schlafen und dies sogar während dem meine Gerätschaften wieder voll aufladen können.

Zufrieden trotteten mein „Helfer -Swatlek-“ und ich wieder zurück zur Tankstelle…. und bis wir dort (endlich) ankamen war ich bereits wieder, durch und durch, verschwitzt.

Obschon Swatlek eigentlich gar nichts wollte, kramte ich (wenigstens) zwei Tafeln CH – Armee – Schokolade  -meine eiserne Reserve-  und ein CH – Sackmesser aus meinem Tankrucksack heraus, als kleines Dankeschön. Seine Augen strahlten, er schien wirklich sehr überrascht/erfreut/zufrieden zu sein und somit verabschiedeten wir uns, damit ich in meine Logie fahren konnte.

Nachdem ich dort eingetroffen bin, mein Bike in der Garage geparkt und mich in meinem Zimmer installiert hatte, geduscht und rasiert war, nutzte ich die Zeit noch um meine Daten wieder auf den Lap zu übertragen und mich wieder mal in der Heimat zu melden.

Als dann alles getan und erledigt war setzte ich mich noch ein Weilchen auf den Balkon, genoss den eindrücklichen Sonnenuntergang und dies bei einem kleinen-kargen Abendmahl. Für mehr wäre ich einfach zu müde gewesen.

 

 

 

 

 

Da auch hier die Stechmücken wieder sehr zahlreich, bissig und richtig „giftig“ waren, verzog ich mich bald schon in das weiche Bett… und ich kann Euch sagen………      ich schlief herrlich….   😉

 

 

Fortsetzung

 

Die erste Nacht in den masurischen Wäldern

Einige Kilometer nach Olsztyn, immer weiter östlich fahrend, kommt die Ortschaft P- Barczewo, dort suchte ich mir wieder mal einen geeigneten Lagerplatz im Wald.
Lange musste ich nicht suchen, mit Trinkwasser und Futter habe ich mich bereits im Vorfeld eingedeckt, eine Schotterpiste führte mich in das riesige Waldgebiet.

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An einer geeigneten Stelle bog ich dann rechts ab, auf einen alten/bereits zugewachsenen Forstweg, direkt in den Wald hinein. Zwischen vielen Bäume und Büschen hindurch geschlängelt, fand ich rasch eine kleine Baum- und Buschfreie Lichtung wo ich mit meinem Zelt und Bike genügend Platz hatte um gemütlich zu übernachten. Eine ca. 10cm dicke Moosschicht bedeckte den Boden, dort wo mein Zelt zum stehen kam.

 

 

Mittlerweile war es auch bereits kurz vor 18:00h… nun musste ich mich aber sputen, den zwischen 18:45 – 19:15h wird es in den polnischen Wälder wirklich (stock-) dunkel.
Also…. kurz meinen Zeltplatz von Ästen und Fallholz befreit, danach Zelt gestellt und eingerichtet, Feuergrube gemacht, Feuerholz zusammen getragen, die gewaschene (feuchte) Wäsche aufgehängt, nun war ich fast bereit, für die erste Nacht in den masurischen Wäldern.   😉
Jedoch nachdem ich mit allem soweit fertig war, war es ganz schnell und plötzlich stockdunkel… 18:50h, nur der kleine Schein des Feuers und meine Zeltlampe erhellten die Dunkelheit ein kleinwenig.

 

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Obschon die vielen Fahrkilometer, auf unterschiedlichen Strassen und Unterlagen sich nun auch rasch und mit Anlauf bemerkbar machten, sowie die „Stille“ des Waldes seines beisteuerte und ich im Gehölz immer wieder   -hier, da und dort-   etwas rascheln, zwitschern und flattern hörte, fühlte ich mich „Pudelwohl“, einfach enorm müede.

 

Trotzdem, dass ich nun wirklich „hundemüde“ war… etwas essen musste ich doch noch, gut hatte ich (auch) eine Büchse „Weisse Bohnen in Tomatensauce“ mit dabei….. das geht rasch, mag ich sehr, futtert, gibt Luft  😉   sowie Energie.

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Nach dem Essen habe ich nur noch alles weiter Essbare wieder in den Koffern verstaut, damit nichts herumliegt/vorhanden und/oder riechbar ist (wegen den Tieren), habe auch mein Geschirr gut ausgespült und gereinigt und bin kurz darauf dann in meinem Schlafsack versunken. Es war vermutlich noch nicht einmal 21:00h…. 😉

Die Waldgeräusche hörte ich auch nicht mehr gerade lang… denn ich schlief sehr schnell ein…. die ganze Nacht durch… und wie ein Baby ! Kunststück…… auf einer 10cm dicken Moosunterlage… 😉

 

 

Fortsetzung

 

 

Meine aktuelle Motorrad – Bekleidung

Die erste kleine Ausfahrt in diesem Jahr, habe ich am 05.02.2017 gemacht…. war toll und „befreiend“ und das brauchte es wieder mal, unbedingt, der „Entzug“ war schon fast unerträglich.
Nun, die Temperatur lagen zwischen 2° – 11°….. es windete ziemlich heftig (die Böen rissen mich fast vom Bock) und auf der Heimfahrt hat es dann auch noch geregnet  (sogar ziemlich stark)……

 

Naja, was klar sein wird, für dieses Jahr; Ich brauche dringend neues Zeug… meine super-bequeme (org.) Bullson – Jacke (dürfte mittlerweile auch ca. 25 – 30 Jährchen auf dem Buckel haben) und sollte nun wirklich dringend ausgetauscht werden…. sie ist (definitiv) nicht mehr dicht, trotz guter und mehrmaliger Imprägnierung.

 

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Der BMW – Klapphelm (System 6), hat seinen Dienst auch klaglos und gut absolviert, jetzt, nach 8 Jahren, und 2-malig-unfreiwilligem Bodenkontakt (mit Inhalt)….. dürfte auch dieser endgültig „Amadeus am letzten“ sein….. und mit meinem 2. (Enduro-) Helm „Arai“ werde ich einfach nicht wirklich warm (da ich ihn nicht aufklappen kann)……

 

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Meine gut gepflegten Harley – Fransen – Lederhandschuhe mit den super optimalen (langen) Stulpen lagen vermutlich doch etwas zu nah am Feuer…. mittlerweile könnte ich diese vielleicht noch; Als Handschuhe mit eingebautem „Klima – Loch“ weiterverkaufen….  na mal schauen, ob sich ein entsprechender „Sponsor“ finden lässt !?!   😉

 

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Anhand dieser und weiterer kleinen Mängel an meiner Ausrüstung wird es nun wirklich an der Zeit, meine „Schutz-Ausrüstung“ (zwingend) zu erneuern. Obschon, ich das eigentlich gar nicht mag…, denn neue Ausrüstungsgegenstände müssen meistens erst etwas eingetragen sein, bevor sie wirklich bequem werden.   🙁

 

Also gut….. mal schauen was ich dieses Jahr ersetzen, erneuern oder erledigen kann…., denn dies Material wird sicherlich nicht das Einzige sein und/oder bleiben. Es gibt noch einiges an andere Equipment, welches ersetzt und erneuert werden muss.

 

 

Meine Wunsch – Ausrüstungs – Liste :

 

  • Anzug : Bequem, mit genügend Stauraum in Jacke und Hose, Hose am liebsten mit Gurtschlaufen, auch für mich sollte der Anzug  4 – Jahreszeiten tauglich (ich friere doch schnell einmal), Wasserdicht schon von der obersten Schicht sein, mit Sturmkragen, wasserdichte Taschen etc. doch dies sollte eigentlich auch selbstverständlich sein.
    Es sollte ein Anzug sein, der schützt, der zweckentsprechend, stark und stabil ist sowie zu guter Letzt auch noch „Gesellschaftsfähig“ aussieht.
    Erste Gedanken/Ideen/Möglichkeiten :   Klim / Rukka / Stadler / Touratech

 

  • Helm : Auf meinen Schädel passend, klappbar (da Brillenträger), bequem, „leicht“, mit vernünftigem Sonnenvisier, in den problemlos eine gute Gegensprech-/Soundanlage reinpasst und vernünftig belüftet sowie das Futter gewaschen werden kann, nach Bedarf.
    Erste Gedanken/Ideen/Möglichkeiten :   BMW / Nishua / Schuberth / Touratech

 

  • Handschuhe : Gutes, geschmeidiges Leder, wiederum am liebsten mit langen Stulpen um sie über die Ärmel zu ziehen, ohne irgendwelchen Plastik – KrimsKrams und die „Fransen“ müssen nicht zwingend sein…  😉
    Erste Gedanken/Ideen/Möglichkeiten :   ev. Wappler

 

  • Schuhwerk : Am liebsten einen super-bequemen und wasserdichten Endurostiefel, geeignet auch für das grobe Gelände (stehend fahren), guten Schutzfunktionen, reparierbar (wenn nötig) und auch noch zum „marschieren“ geeignet (falls nötig).
    Erste Gedanken/Ideen/Möglichkeiten :   Forma / Axo / Alpinestars / Sidi / Büse / Touratech / BMW

 

 

Mit diesen Erneuerungen dürfte dann meine persönliche Schutzausrüstung wieder (+/-) komplett sein. Jetzt werde ich die noch verbleibende Zeit (bis zum effektiven Saisonstart) versuchen zu nutzen und mir die vielen Möglichkeiten anschauen, an- und ausprobieren, um mich möglichst gut und genau darüber zu informieren.
Obschon ich mit gewissen Händlern/Marken so meine persönliche „Querelen“ habe, werden auch diese Angebote genau geprüft. So bekommen, auch diese entsprechenden Händler/Marken wieder einmal die Chance, dass ich meine Meinung, vielleicht, revidieren kann/darf/muss.

Leider werden vor allem in diesen Segmenten, viele Kunden, meiner Meinung nach, massiv „verar….“.
Viele vom entsprechenden Verkaufspersonal sind schlecht oder gar nicht richtig ausgebildet worden (wenn überhaupt auffindbar) und zu guter Letzt sind sie häufig mehr an der „Verkaufsmarge“ interessiert als an der Kundschaft und deren Bedürfnissen.

Dies sind aber nur meine eigenen Erfahrungen die ich machen musste, gerne lass ich mich auch von anderem überzeugen !   😉

Jedoch ist ebenfalls zu sagen, es gibt durchaus auch Händler/Marken/Personal die sich wirklich Mühe geben und die etwas von „ihrem“ Metier verstehen……. die muss man einfach erstmal finden.

 

Sobald neues Material vorhanden sein wird, werde ich dies (möglichst) umfassend, detailliert und genau melden und jegliches Test – Material wird einen (eigenen) separaten Blog – Betrag erhalten in dem ich über den Weg zum Produkt, die Rahmenbedingungen, die ersten Eindrücke und Erfahrungen, sowie über Material / Vor- und Nachteile und den Kauf – Preis (und Adresse) berichten werde.

Es soll ein Erfahrungsaustausch sein, in welchem ich Euch meine (subjektive) Meinung zum entsprechenden Produkt weitergeben möchte, soll aber keineswegs heissen, dass meine Erfahrung(en) für jeden anderen auch gelten.
Selbstverständlich bin ich auch an anderen Meinungen und Erfahrungen interessiert, denn vielleicht hilft dies wieder jemanden etwas weiter auf seinem „Weg“.

Also, ich warte gespannt, welche Möglichkeiten sich mir erschliessen werden….    😉
Habt Geduld….    😉

Euer Trapper – Dudu